Faust – die persönliche Qual eines jeden Schülers

Faust wird schon lange in der Schule als literarisches Buch gelesen. Es ist Programm des Curriculums für die Oberstufe und fast alle Schüler grauen sich vor Faust.
Warum also lesen wir es noch in der Schule?
Faust gilt als Goethes Entwurf eines modernen Menschen. Er strebt im Stück immer nach mehr. Er möchte das Jenseits verstehen und ist mit dem Existierenden unglücklich. Faust will mehr: Mehr Wissen, mehr Popularität, mehr Sex und Liebe. Zudem bekennt sich Faust zum Pantheismus und stellt sich somit gegen die um 1808 typischen christlichen Vorstellungen. Somit kann man ihn in gewisser Weise als Revolutionär ansehen. Faust ist also eines der bedeutendsten und meistzitierten literarischen Werke der deutschen Literatur.
Dennoch tun sich Schüler schwer damit, den Sinn von Faust in der tieferen Ebene zu verstehen. Schon nur die Handlung nachzuvollziehen ist dank der häufig nur indirekten Andeutungen, der veralteten Sprache und der zahlreichen Metaphern schwer. Die Werte, welche mit Faust vermittelt werden sollen, kommen also nicht bei den Schülern an. Zumal sie meist das Buch nicht mal lesen, sondern sich nur die Kurzfassung von YouTube mit den Lego Figuren anschauen.
Man müsste das Buch in einer modernen Sprache übersetzen, indem mehr Wert auf seine tiefere Bedeutung gelegt werden müsste, um Schülern die Wichtigkeit von „Faust“ zu vermitteln.

Janina Selbach (Q2)

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