Pride am DBG – Erfahrungsbericht einer lesbischen Schülerin


Hey, liebe Schüler*innen am DBG! Den Pride Month nehme ich zum Anlass, einmal eine persönliche Note in das Thema zu bringen und von meinen eigenen Erfahrungen und der aktuellen Situation, besonders auch bei uns an der Schule, zu berichten. Im Großen und Ganzen sind meine Erfahrungen am DBG wirklich positiv. So sind sehr viele der Lehrer*innen offen und tolerant eingestellt. Frau Schoop zum Beispiel setzte sich für eine Regenbogenflagge vor der Schule ein (Premiere am DBG, siehe Foto) und Frau Hardkop verteilte in ihrem Unterricht kleine Anstecker, auf denen „LGBT* welcome“ vor einem Regenbogenhintergrund steht.
Bei uns an der Schule habe ich sogar meine erste Freundin kennengelernt. Meine Stufe reagierte auf diese Beziehung in gewisser Weise merkwürdig. Von einigen Personen wurde ich gefragt, wie es denn möglich sei, dass ich auf Frauen stehe und trotzdem weibliche Freunde hätte.
Über meine Freunde erfuhr ich, dass Leute, mit denen ich bis dahin absolut nichts zu tun hatte, meine Freundin und mich als ihr absolutes Lieblingscouple bezeichneten. Auch wenn jeder nett war und es immer gut ist, Fragen aus Neugier zu stellen, fühlte es sich zum Teil schon sehr komisch an.
Im Gegensatz zu meinen positiven Erfahrungen habe ich auch Schlechtes gehört – jedoch nicht von unserer Schule. Ich kenne zwar DBG-Schüler, die LGBT+ kritisch oder abneigend gegenüberstehen, habe jedoch nie homophobe oder abwertende Kommentare mitbekommen.
Ganz im Gegensatz dazu steht eine Geschichte, die ich von meiner Schwester erzählt
bekommen habe. Sie geht auf eine andere Schule und ist derzeit in der 8. Klasse. In ihrer Klasse hat sich ein Mädchen als bi geoutet. Gerade die Reaktionen der männlichen Klassenkameraden waren überwiegend negativ, sogar abstoßend. Es folgten Beleidigungen und Aussagen darüber, dass LGBT+ ekelhaft seien und man solche Leute nicht unterstützen dürfe.
Abschließend lässt sich sagen, dass ich das DBG als eine sehr LGBT+offene Schule erfahren habe – sowohl was Schüler*innen als auch Lehrer*innen angeht.
Wichtig ist noch zu sagen: Falls ihr irgendwelche Probleme haben solltet oder mit einer Person aus der Schule über das Thema sprechen wollt, wendet euch gerne an eure Klassen- oder auch an die Beratungslehrer.
Uns allen wünsche ich einen schönen Pride Month – egal, ob ihr selber Teil der LGBT+-Community seid oder auch nicht!
PS: Ich habe mich dazu entscheiden, „LGBT+“ anstelle längerer Bezeichnungen zu verwenden. Bitte fühlt euch nicht gekränkt, ausgeschlossen o.ä. : )
Eine Schülerin der Abiturientia 2021

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