Nachruf für Esther Bejarano

„Ich mache weiter, bis es keine Nazis mehr gibt“


Hamburg -Esther Bejarano ist tot. Die Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz verstarb in
der Nacht zum Samstag im Alter von 96 Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg.
Im März hatten die Philosophiekurse der EF von Frau Mumme und Frau Schoop die Ehre, Esther Bejaranos Adoptivsohn Kutlu Yurtseven in einem ZoomCall kennenzulernen. Zusammen mit Kutlus Kölner Band Microphone Mafia ging Esther bis vor kurzem auf Tour und rappte gegen das Vergessen der Verbrechen des NS-Regimes.
Eindrücklich erzählte Kutlu uns von Esthers Erlebnissen in Auschwitz und den immerfort andauernden Problemen mit Rassismus in unserer Gesellschaft. Leider hatten wir wegen Corona nicht die Gelegenheit, Esther Bejarano persönlich kennenzulernen. Ein weiteres Projekt am DBG mit Kutlu ist geplant, um das Erinnern im Sinne von Esther aufrechtzuerhalten.
Ihr Leben hat sie der Musik und dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus gewidmet. Wichtig war ihr immer, den Zuhörenden zu vermitteln: „Ihr seid nicht schuld an dem, was damals geschah. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr über diese schrecklichen Verbrechen nichts wissen wollt.“
Unser Mitgefühl senden wir an Kutlu Yurtseven, Esthers Familie und die Mitwirkenden der Microphone Mafia.
Baruch Dayan ha‘Emet.


Ein Gastbeitrag der Philosophiekurse der zukünftigen Q1

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