Schule als besserer Ort – Interview mit den Schülersprecherinnen

 Die beiden Schülersprecherinnen Luise und Lara haben es sich im Team zur Aufgabe gemacht, das Schulleben am DBG mit gezielten Projekten zu bereichern. Ein besonderer Fokus liegt für sie hierbei auf dem sozialen Miteinander. Jeder Schüler und jede Schülerin soll sich hier an der Schule auch über das Unterrichtliche hinaus wohlfühlen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, einen Einblick in das breite Feld der Schülersprecherinnenarbeit zu erhalten. 

BlackOut: Stellt euch doch bitte kurz vor: 

 
Luise: Ich bin Luise. Ich bin 17 Jahre alt und Lara und ich wir gehen beide in die Q2. Wir sind glaube ich mittlerweile seit drei Jahren in der Schülervertretung und in der Schulkonferenz seit drei und zwei Jahren. 

 
Lara: Genau, ich bin Lara, bin ebenfalls 17 Jahre alt und wir haben es ja letztes Jahr schon einmal versucht, Schülersprecherinnen zu werden. Damals haben wir es nicht geschafft. Dieses Jahr hat es dann geklappt, was uns sehr gefreut hat. Ich bin seit vier Jahren in der SV und seit drei Jahren in der Schulkonferenz. Es macht mir einfach super viel Spaß, mich hier zu engagieren. Das sind einfach die Bereiche, bei denen man am meisten mitwirken kann in der Schule und ich denke so die Möglichkeit zu haben, die Schule zu einem besseren Ort zu machen. 

 
BlackOut: Ihr seid ja nun das erste Mal als Team aktiv. Vorher wurden nur einzelne Personen Schülersprecher*in. Durftet ihr euch das Zusammenarbeiten aussuchen, oder wurde es festgelegt? 

 
Luise: Ich glaube wir haben letztes Jahr entschieden, dass wir eben in Teams arbeiten wollen, weil es vorher ein paar Probleme mit der Kommunikation gab. Damals wurde festgestellt, dass die Aufgaben für eine einzige Person teilweise ein bisschen zu viel sind. Dann haben wir eben beschlossen, dass wir in Teams antreten, um alles etwas aufzulockern und noch mehr Leuten die Möglichkeit zu geben, dann doch eine größere Rolle zu spielen. 

 
Lara: Ja genau. Es ist viel einfacher in der Doppelspitze zu arbeiten als alleine, weil auf der einzelnen Person eine so große Verantwortung liegt. In der Vergangenheit gab es sogar ein paar Schülersprecher, die ganz abgekoppelt von der SV gearbeitet haben und auch unabhängig von den Vertretern. Das wollten wir nicht mehr und dementsprechend haben wir uns letztes Jahr dagegen entschieden und gesagt, wir versuchen es mit einer Doppelspitze und dieses Jahr erneut, weil es im vergangenen Jahr so gut geklappt hat. So hat man seine Vertrauensperson und das ist einfach angenehmer. 
 

BlackOut: Aus welche, Grund wolltet ihr denn Schülersprecherinnen werden? 

 
Lara: Wie ich das eben schon so ein bisschen habe anklingen lassen, ist es einfach die beste Möglichkeit, am meisten an der Schule verändern zu können und am meisten mitwirken zu können. Außerdem liegt es uns einfach sehr am Herzen. Besonders geht es uns um das soziale Miteinander, sodass sich alle hier an der Schule wohlfühlen. Da sind unsere Vorstellungen von einem guten Schulleben. Und wenn wir das in dieser Position umsetzen können, dann sollten wir uns das so vornehmen. 

 
Luise: Ja, und auch die Kommunikation mit der Schulleitung ist sehr offen. Das hat auch schon vorher immer Spaß gemacht und dann sind wir beide immer einen Schritt aufgestiegen. Dann kamen wir irgendwann in die Schulkonferenz und dann hat man gemerkt, wie viel Spaß es macht dort mitzuwirken und etwas zu sagen zu haben. Daraufhin haben wir gesagt, dass wir hier gerne weitermachen wollen und jetzt sind wir hier. 
 

BlackOut: Was wollt ihr konkret an der Schule verändern? 

 
Luise: Also, wir sind grade dabei ein paar Projekte in Angriff zu nehmen und haben damit bereits begonnen. Uns beiden sind die offene Kommunikation und Aufklärung besonders wichtig. 

 
Lara: Ja, genau. Wir haben ja das Projekt „der große Wasserspender“ und weitere Projekte, die zu den Wahlversprechen in den letzten Jahren gehören. Bisher wurde es nicht umgesetzt, sodass es für uns jetzt zunächst das größte laufende Projekt ist. Es dauert alles ein bisschen länger, weil wir die gesamte Vorarbeit leisten müssen und wir Beide uns hauptsächlich um die Umsetzung kümmern in Kooperation mit ein paar Elternvertretern und der Schulleitung. Da müssen wir immer wieder Telefonate führen und uns um die Umsetzung kümmern. Dann gibt es noch weitere Projekte. Wir wollen zum Beispiel viel Aufklärungsarbeit leisten. Zum Beispiel dadurch, dass man in der Zukunft bestimmte Projekttage einführt. Gegen Rassismus beispielsweise. Das sind Projekte, die wir im Kopf haben und die jetzt langsam umgesetzt werden. Es sind natürlich viele Sachen, die wir langfristig geplant haben und alles so schnell umzusetzen ist natürlich schwierig. 

 
Luise: Das Motto der Schule lautet ja: „Schule ist mehr als nur ein Ort“. Unser Ziel ist es, die Schule angenehmer für jeden zu gestalten. Jeder hier soll sich nicht nur so fühlen, als wäre er ausschließlich für den Unterricht da, sondern es sollen sich alle einfach wohlfühlen. 

 
Lara: Und dann gibt es noch das Projekt, das unser Wahlversprechen war: „Schüler helfen Schülern“. Hierum werden wir uns als nächstes kümmern. Aber wir wollen nicht fünf Projekte gleichzeitig durchführen, die wir dann nur halbherzig angehen und im Zweifel nicht beenden, sondern wir wollen erstmal das eine Projekt zuverlässig beenden und dann das nächste. So funktioniert es unserer Meinung nach besser. 
 

BlackOut: Was genau steckt denn hinter dem Projekt „Schüler helfen Schülern“? 

 
Luise: Das ist ein Projekt, das wir vor zwei Jahren in der Schulkonferenz vorgestellt haben. Und zwar geht es dabei um Nachhilfe, die aber nicht von außerhalb oder von irgendwelchen älteren Personen durchgeführt wird, sondern von Schülern, die eben Schülern Nachhilfe geben, also schulintern. Da geht es darum, dass zum Beispiel die EF und die Q1 Nachhilfe geben an die 5.-7.Klässler. Sie helfen ihnen eben bei den Hausaufgaben, klären Fragen, aber sind auch in der Schule so eine Art Ansprechpartner für sie. 

 
Lara: Genau, dann würden wir beispielsweise Ordner mit den Personen anlegen, die breit dazu sind Nachhilfe zu geben und diese dann an die Schüler vermitteln, die Hilfe brauchen. 

BlackOut: Was wollt ihr besser machen als euer Vorgänger? 

Luise: Wir wollen mit unserer Motivation und unserem Engagement Projekte umsetzen, die uns wichtig sind und uns am Herzen liegen. Vor allem solche, die für Gerechtigkeit sorgen und dafür sorgen, dass sich jeder am DBG wohl fühlt. Es ist schwierig zu sagen, ob wir etwas besser machen als unser Vorgänger, aber ich denke wir müssen einfach für uns selber entscheiden, was für uns gut ist und womit wir der Schülerschaft etwas Gutes tun.  

Lara: Genau, wir versuchen ganz ehrlich und offen zu kommunizieren und in engem Kontakt mit der Schulleitung und den anderen Vertretern zu stehen. 

BlackOut: Was macht euch an eurem Amt am meisten Spaß? 

Luise: Also mir macht es natürlich am meisten Spaß, mit Lara zusammen zu arbeiten (lacht). Aber auch die engen Kommunikationen mit allen Beteiligten gefällt mir sehr. Außerdem macht es mir Spaß, in der Schulkonferenz zu sitzen, einfach mitreden zu können und aktiv zu sein.  

Lara: Wir wollen im kommenden Dreivierteljahr bis Jahr, in welchem wir etwas ändern können, bestmögliche Vorarbeit leisten und Leuten etwas mitgeben, die dann irgendwann vielleicht in unsere „Fußstapfen“ treten. Uns macht es einfach Spaß, diese Anstöße zu geben und die Schule zu einem besseren Ort für alle zu machen.  

BlackOut: Glaubt ihr auch daran, dass ihr etwas erreichen werdet? 

Lara: Ja, ich denke auf jeden Fall, dass wir etwas erreichen werden. Das tun wir ja gerade schon. Das Schwierige ist, dass man als Außenstehender natürlich nur zwei, drei Sachen wahrnimmt, die dann im Endeffekt nur das Endprodukt unserer gesamten Arbeit sind. In Wirklichkeit ist da natürlich viel mehr im Hintergrund gelaufen. Wir treffen uns beispielsweise sehr häufig mit der Schulleitung… 

Luise: …und sprechen neue Dinge an und bringen unsere Gedanken ein. Da erreichen wir auf jeden Fall etwas. 

Lara: Genau, wir wollen vor allem auch zukunftsorientiert arbeiten, also nicht die geplante Aktion durchführen und uns dann ausruhen. Es soll fortlaufend etwas weitergebracht werden und nicht stockend. 

BlackOut: Möchte ihr den Lesern gerne noch etwas mit auf den Weg geben? 

Luise und Lara: Ja, bleibt gesund! J  Wir sind für alle da und ihr könnt gerne immer zu uns kommen. 

Viktoria Geiẞ & Mathilda Lohmann (8c) 

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