„Meine Familie kann nicht flüchten. Sie ist dem Krieg vollkommen ausgeliefert“ — Bewegender Erfahrungsbericht während Solidaritätsaktion 

Der Krieg in der Ukraine ergreift all unsere Herzen und wir, das DBG, wollten am Freitag ein Zeichen unserer Solidarität mit der Ukraine setzen. In der zweiten Pause versammelten sich alle SchülerInnen und LehrerInnen vor dem Haupteingang, um für den Frieden einzustehen. Eine Flagge in den Farben der Ukraine, die Frau Herzog in Windeseile genäht hat, war unser erstes Zeichen. Die blau-gelbe Fahne wurde neben der EU-Flagge am Fahnenmast hochgezogen, während die Nationalhymne laut zu hören war. Danach hielt Herr Bäcker eine Rede, bei der deutlich seine Betroffen- und Verbundenheit zur Ukraine herausstach. Auch wurde unser Namensgeber der Schule erwähnt: So wie Dietrich Bonhoeffer damals müssen auch wir uns für den Frieden einsetzten. Angelina und Anastasia aus der Q1 haben Familie und Freunde in Ukraine und haben sich getraut, vor mehr als 800 SchülerInnen darüber zu sprechen. Die Erzählungen waren so emotional und berührend, dass viele von uns den Tränen nahe waren. Die beiden erzählten über Freunde, Familie und Bekannte, die zum Beispiel in Luftschutzbunkern ausharren, nicht aus ihren Wohnungen rauskommen, im Krieg mitkämpfen oder eine schlimme Flucht hinter sich haben. Nach diesen Worten und einem großen Applaus hat Pfarrer Krall zum Sprechen eines Friedensgebets eingeladen. Im Anschluss daran sang Herr von Toperczer, am Klavier begleitet von Johannes Bertenrath (Q2), unser Bonhoeffer-Lied „Von guten Mächten“, die Schulgemeinschaft stimmte mit ein. Als letztes Zeichen bildete sich eine Menschenketten um die ganze Schule, wonach eine Schweigeminute abgehalten wurde. Während der Minute konnte man sehr gut über Angelinas und Anastasias Worte nachdenken und spürte die Entschlossenheit der ganzen Schule, der Ukraine beizustehen. Als schlussendlich alle wieder auf dem Weg in den Unterricht waren, ertönte laut die inoffizielle Ukraine-Hymne „We’re not gonna take it“ von Twisted Sister.   

Die SV und die BlackOut danken allen, die an der Planung und Durchführung beteiligt waren. Besonderer Dank gilt unserer Technik, die alles aufgebaut und für Ton und Musik gesorgt hat. 

Auch ihr könnt helfen: 

Sachspenden können bis Freitag (11.03.) täglich von 08:00 – 13:30 Uhr in der Eingangshalle abgegeben werden.   

Anne Stößel (9c) 

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