Interview mit Frau Oepen 

Stellen Sie sich doch kurz vor.

  • Mein Name ist Inga Oepen, ich unterrichte Englisch und SoWi, ich bin seit dem 01.02.22 ganz neu am DBG, ich wohne in Köln und habe vorher im Rhein-Erft-Kreis unterrichtet. Ich bin ledig, heirate im Sommer, das ist ja vielleicht ganz interessant und habe keine Kinder.

Was waren Ihre besten Fächer früher in der Schule?

  • SoWi, Englisch und Deutsch waren meine besten Fächer. Ich habe in Rheinland-Pfalz Abitur gemacht. Daher hatte ich das Glück, die drei Fächer als Leistungskurse zu haben, da
    es da kein Zentralabitur gibt. Also mit Mathe musste ich mich nicht rumschlagen in der Oberstufe. Englisch und Sowi habe ich dann auch mit ins Studium genommen.

Was waren Ihre Hassfächer in der Schule?

  • Also ich sag mal so, Hassfächer ist ein bisschen krass formuliert, aber Fächer in denen ich nicht so stark war, waren Mathe und andere Naturwissenschaften.

Sie haben in England studiert. Wie kam es dazu?

  • Ich habe in England studiert, weil ich nach meinem Lehramtsabschluss nicht 100% sicher war, ob das wirklich das ist, was ich machen möchte. Ich habe noch einen zweiten Master gemacht, um zu schauen welche Richtungen es noch so gibt. In England habe ich dann studiert, zum einen aus pragmatischen Gründen, weil der Master da nur ein Jahr dauert, aber auch weil ich England und die britische Kultur einfach liebe. Der Abschluss hat mir sozusagen die Tür geöffnet, um danach erstmal in einer anderen Branche zu arbeiten. Das heißt ich habe im Stiftungswesen gearbeitet und da verschiedene Bildungsprojekte mit betreut, bevor ich mich dann wieder für das Lehramt entschieden habe.

Was sind die prägnantesten Unterschiede zwischen deutschen und englischen Universitäten?

  • Ich würde behaupten, der Leistungsdruck ist an britischen Universitäten deutlich höher als an deutschen und dort wird viel mehr Wert auf Prestige gelegt. Also wenn du quasi sagst an welche Uni du gehst, hast du sofort so einen Stempel, wie gut oder schlecht du bist. Ich finde das war an deutschen Universitäten nicht so, auch wenn wir beim Bachelor-Master-System schon deutlich mehr vorgegebenen Stress gekriegt haben als Leute, die au Staatsexamen studiert haben, ist es dort doch wirklich mehr auf das tatsächliche Lernen, auf den Diskurs und das Diskutieren miteinander ausgerichtet. Das habe ich in England etwas vermisst.

Wie sind Sie zum DBG gekommen?

  • Das ist jetzt eine längere Geschichte. Nach London bin ich erstmal nach Stuttgart gegangen und habe bei der Robert Bosch Stiftung im Bildungsbereich gearbeitet. Ihr habt ja jetzt auch beim Schulpreis mitgemacht, das war zum Beispiel eins der Projekte, welches wir da betreut haben. Dann bin ich nach Berlin gegangen, um für eine Stiftung zu arbeiten, die sich dafür eingesetzt hat, Nicht-Akademikerkinder den Weg an die Uni zu erleichtern. Deswegen biete ich heute auch noch ganz vielen SchülerInnen an sie in Themen wie Studienfinanzierung und Stipendien zu unterstützen. Es gibt einfach viel zu viele SchülerInnen, die sich trotz hohem Potential nicht an die Uni trauen oder nicht wissen, wie sie es bezahlen können und dem möchte ich aus persönlicher Motivation heraus entgegenwirken. Danach habe ich das Referendariat in NRW gemacht am Erftgymnasium in Bergheim, war dann eine Zeit lang Vertretungslehrerin an einer Nachbarschule und jetzt bin ich hier bei euch.

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

  • Es macht mir eine unheimliche Freude junge Menschen für bestimmte Inhalte zu begeistern und das sind auch genau die Themen, die mich auch selbst begeistern. Ich versuche diese Motivation weiterzugeben und das ist natürlich gerade im Politikunterricht besonders deutlich. Dort ist es mir ganz wichtig meine SchülerInnen davon zu überzeugen, dass man selbst mitgestalten kann und nicht einfach nur passiv irgendetwas über sich ergehen lassen muss, wenn man nicht damit einverstanden ist. Englisch natürlich, weil Verständigung über nationalstaatliche Grenzen hinweg essentiell ist, um gemeinsam Dinge auszudiskutieren und Lösungen zu finden.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf gar nicht?

  • Korrekturen! Ich hasse Korrekturen und ich würde mich sehr freuen, wenn es weniger Korrekturen gäbe, aber das ist wohl ein Wunsch, der unerfüllt bleiben wird. Das teile ich übrigens auch mit anderen Kollegen.

Wie kommen Sie im Kollegium zurecht?

  • Bis jetzt gut. Es sind alle sehr freundlich und haben mich gut aufgenommen. Ich habe das Gefühl, dass ich mich schon gut eingelebt habe.
    Elena Heinrich (Q1) Antonia Luigs (Q1)

Elena Heinrich (Q1)

Antonia Luigs (Q1)

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