Mein Haustier: Der Königspython 

Viele Menschen denken, wenn sie das Wort Königspython hören, an eine riesige, brutale Schlange. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Denn der Königspython gehört zu den kleinen Arten seiner Familie. Zwar immer noch bis zu 2 Meter groß, aber im Vergleich doch relativ klein und für den Menschen ungefährlich. Wegen seiner Größe und leichten Handhabung ist er quasi die perfekte Einsteiger-Schlange. Zudem bewegen sich Königspythons kaum, weshalb man sie gut zuhause halten kann. 

Wie ich auf die Idee kam, einen Königspython zu halten, ist eigentlich eine recht kurze Geschichte. Als ich eines Abends darüber nachdachte, was für ein besonderes Haustier ich halten könnte, fiel meine Wahl eher spaßeshalber auf eine Schlange. Am nächsten Tag fing ich dann an, mich über mögliche Arten zu informieren. Zunächst wollte ich eine Sandboa, eine kleine, leicht zu haltende Schlange. Als ich mich dann jedoch mit „Experten“ auf dem Gebiet unterhalten hatte, rückte die Sandboa schnell in den Hintergrund, denn alle empfahlen mir die beiden Beginner-Schlangen schlechthin: den Königspython oder die Kornnatter. Da mir die Kornnatter nicht gefiel, entschied ich mich für den Königspython. Dann begann das Suchen nach Zubehör und Schlange selbst. Und an dieser Stelle ein Tipp an alle, die sich vielleicht auch eine Schlange oder ein Reptil zulegen wollen: Kauft bei privaten Züchtern, nicht über kommerzielle Anbieter bzw. Internetseiten und achtet insbesondere darauf, dass die Tiere Nachzuchten und keine Wildfänge sind. Denn diese werden unter großen Qualen und Stressbelastungen gefangen und nach Europa transportiert. Als ich dann alles hatte, musste ich nur noch das Terrarium zusammenbauen, dekorieren und die Schlange einsetzen. Und ich brauchte noch einen Namen. Nach langem Überlegen entschied ich mich für den Namen Lizzy. Nach einer zweimonatigen Eingewöhnungszeit konnte ich Lizzy dann zum ersten Mal auf die Hand nehmen und füttern. Ich nehme sie etwa einmal in der Woche tagsüber raus, denn der Königspython ist nachtaktiv und tagsüber ruhiger. Öfter rausnehmen wäre zu viel Stress für sie. Um ihren Kopf zu schützen, bleibt sie erstmal eingerollt auf meiner Hand und schlängelt sich dann langsam um meinen Arm. Abends kann man beobachten, wie sie im Terrarium herumschlängelt. 

Falls sich jetzt einige denken, „Wie hat sie denn zwei Monate ohne Essen überlebt?“, keine Sorge. Ausgewachsene Königspythons können im Notfall bis zu zwei Jahre ohne zu essen auskommen. Apropos Essen, was essen Königspythons eigentlich? Man kann fast jedes Nagetier, das nicht allzu groß ist, verfüttern, zudem auch Küken. Ich verfüttere allerdings Ratten. Diese kann man gefroren kaufen und muss sie dann nur noch aufwärmen. Lizzy ist mittlerweile zwei Jahre alt und lebt seit über einem Jahr bei mir im Zimmer. Wer noch Fragen hat, kann mich gerne anschreiben. 

Elija Niclauss, EF 

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