Lost in Berlin – Eine Anekdotensammlung von der Abschlussfahrt der Q2

Montag, 15.8.22

08:46 Uhr Eine halbe Stunde später als geplant sind wir nun auf dem Weg. „Layla“ läuft zum dritten Mal in voller Lautstärke. Auch sonst hält sich unser Bus an die üblichen Klassenfahrt-Klischees und je weiter man sich nach hinten bewegt, desto höher gehen Motivation und Lautstärke.

15:12 Uhr Wenn ich noch einmal „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?“ hören muss, verlasse ich den Bus und laufe den Rest der Strecke nach Berlin. Weit ist es nämlich nicht mehr.

22:37 Uhr Bereits am Abend unserer Ankunft befinden wir uns im Flurkrieg mit einer Gesamtschule aus NRW.

Dienstag, 16.8.22

12:17 Uhr Mein höchst emotionaler Realisationsmoment: Wir sind tatsächlich in Berlin! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier irgendeine Ecke gibt, die nicht spannend ist!

15:00 Uhr Ich korrigiere mich! Ich habe eine Ecke gefunden. Das Mauer-Museum ist absolut nicht spannend. Die Ausstellung ist definitiv nicht für Schulklassen ausgelegt, wir mussten nur aufgrund eines Buchungsfehlers überhaupt da rein.

15:34 Uhr Ich habe mir ein Stück Berliner Mauer im Souvenirladen gekauft und bin deshalb doch noch versöhnt mit dem Mauermuseum.
Vor dem Museum werden wir von einer BILD-Reporterin angequatscht, die uns ihre absolut seriöse Zeitung vorstellen möchte. Nach einer kleinen Tanzeinlage lässt sie uns in Ruhe.

15:37 Uhr Herr Jung und Frau Hungenberg fahren mit E-Rollern an uns vorbei und winken uns fröhlich zu. Ein ganz normaler Tag in Berlin halt.

19:52 Uhr Ich kündige meiner Familie per WhatsApp meinen baldigen Umzug nach Berlin-Kreuzberg an. Hier will ich nicht mehr weg!
-Erinnerungslücke-

Mittwoch, 17.8.22

10:00 Uhr Nach einer sehr kurzen Nacht steht heute der LK-Tag an. Dinge, die bei 36°C nicht mehr cool sind:

1. Spaziergang an der Spree

Dinge, die bei 36°C sehr cool sind:

1. Bowling in einem klimatisierten Keller

2. Biergarten

Dinge, die meine Deutsch-LK-Lehrerin mit uns bei 36°C gemacht hat:

1. Spaziergang an der Spree

2. Bowling in einem klimatisierten Keller

3. Biergarten

22:37 Uhr Auf unserem abendlichen Streifzug an der Spree entlang begegnen wir dem Geschichts-LK. Unter verantwortungsvoller Aufsicht umgehen wir die Ausgehzeit bis 23 Uhr und genießen den Abend.
-Erinnerungslücke-

Donnerstag, 18.8.22

2:39 Uhr Wir sitzen immer noch zusammen.

8:00 Uhr Gestern war ein Fehler, mein Kopf stirbt.

8:46 Uhr, ein Alka-Seltzer später:

Gestern war doch nicht so schlimm.

10:23 Uhr Der Bundestag ist tatsächlich total beeindruckend. Meine Faszination und meine Müdigkeit liefern sich einen erbitterten Kampf, den die Müdigkeit kurzzeitig für sich entscheiden kann.

10:40 Uhr Als ich aufwache, ist mein Bein komplett vollgemalt und in meinem Handy befinden sich 1000 wunderschöne Bilder von mir schlafend (an dieser Stelle möchte ich meine Freunde grüßen<3)

12:36 Uhr Die Kuppel vom Bundestag heizt sich bei Hitze ganz schön auf.

16:02 Uhr Der Berlin Dungeon ist definitiv nichts für schwache Nerven!

16:03 Uhr Ich habe schwache Nerven!

22:23 Uhr Die Spree bei Gewitter ist unbeschreiblich.

23: 35 Uhr Auf Gewitter folgt der schönste Himmel, den ich jemals gesehen habe.
-Erinnerungslücke-

Freitag, 19.8.22

5:30 Uhr wir sind noch wach.

6:00 Uhr Wir sind wieder wach. Ich hasse meinen Wecker!

6:21 Uhr Da ich meine Schuhe in einem anderen Zimmer vergessen habe, lasse ich ein weiteres Zimmer an meiner Morgenmotivation teilhaben.

7:42 Uhr Wir verlassen das Hotel ein letztes Mal.

8:30 Uhr Wir verlassen Berlin. Ich schlafe.

17:14 Uhr Wir sind wieder in Bergisch Gladbach. Wir verabschieden uns von unseren Busfahrern. „Wohin fahrt ihr als nächstes?“ fragen wir. „Italien”, antwortet der eine.
„Geil, wir kommen mit!“
Bei ihren entsetzten Blicken entscheiden wir, ihnen doch etwas Ruhe zu gönnen.
Wir sind wieder zuhause. Sehr müde, aber happy!

Ein großes Dankeschön an unsere LK-LehrerInnen, Frau Rickmann, Frau Reifenrath, Frau Laudenberg, Herrn Jung, Frau Hungenberg, Frau Brombach und Frau Lindlar, die uns diese Woche ausgehalten haben, für uns da waren, mit uns gelacht und gelitten haben und diese Abschlussfahrt für immer unvergesslich gemacht haben.

Und danke an meine MitschülerInnen für jedes Abenteuer, jeden Deep-Talk, jeden witzigen Moment, jede Umarmung, jeden Abend an der Spree, jede Nacht an der Berliner Mauer, danke für diese Zeit und für all die Geschichten, die Berlin niemals verlassen werden 😉

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